{"id":34,"date":"2003-05-17T22:02:20","date_gmt":"2003-05-17T20:02:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dp-ag.org\/de\/?p=34"},"modified":"2023-04-14T19:44:03","modified_gmt":"2023-04-14T17:44:03","slug":"17-18-mai-2003-fotografien-als-historische-quellen-zu-den-deutsch-polnischen-beziehungen-1939-1945","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/propagandaundwiderstand.de\/dpag\/17-18-mai-2003-fotografien-als-historische-quellen-zu-den-deutsch-polnischen-beziehungen-1939-1945\/","title":{"rendered":"17.-18. Mai 2003 &#8211; Fotografien als historische Quellen zu den deutsch-polnischen Beziehungen 1939-1945"},"content":{"rendered":"<p>In Zusammenarbeit mit dem <a href=\"http:\/\/www.panberlin.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften<\/a> haben wir eine Tagung zum Thema \u201c<a href=\"http:\/\/www.dp-ag.org\/?p=38\">Fotografien als historische Quellen zu den deutsch-polnischen Beziehungen 1939-1945<\/a>\u201d durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Mit dem Ziel, von verschiedenen Ausgangspunkten fotografische \u00dcberlieferungen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs zu diskutieren, trafen sich auf der Konferenz in Berlin-Pankow Historikerinnen und Historiker, Archivarinnen und Archivare, Publizistinnen und Publizisten, Dokumentarinnen und Dokumentare sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Geschichtswerkst\u00e4tten und Museen aus Deutschland, \u00d6sterreich und Polen zum Erfahrungsaustausch. Durchgef\u00fchrt wurde die Tagung von der Deutsch-Polnischen Akademischen Gesellschaft e.V. in Zusammenarbeit mit dem <a href=\"http:\/\/www.panberlin.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften<\/a> in Berlin. Die wissenschaftliche Leiterin der Veranstaltung war Miriam Arani von der Deutsch-Polnischen Akademischen Gesellschaft e.V.<br \/>\nIm ersten Teil der Veranstaltung wurden allgemeine Problemstellungen und L\u00f6sungsans\u00e4tze bei der Archivierung, Beschriftung, Analyse und Interpretation von fotografischen Quellen diskutiert. Im zweiten Teil lag der Schwerpunkt auf Fotoaufnahmen zu den deutsch-polnischen Beziehungen 1939-45.<\/p>\n<p><strong>Die Vortr\u00e4ge<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Dr. Bernd Boll (Freiburg): Zur \u00dcberlieferung von deutschen Amateurfotografien aus dem Zweiten Weltkrieg<\/li>\n<li>Dr. Elisabeth Klamper (Wien): Fotografische Quellen im Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstands (D\u00d6W).<br \/>\nZur Sammlungsgeschichte und den Angriffen auf fotgrafische Quellen aus dem Archiv im Zusammenhang mit der \u201cWehrmachtsausstellung\u201d<\/li>\n<li>Dr. Piotr Swiatek (K\u00f6ln): Zur \u00dcberpr\u00fcfung der Authentizit\u00e4t von Fotografien mit modernen Bildverarbeitungsmethoden<\/li>\n<li>Klaus Hesse M.A. (Berlin): Fotografien der \u00f6ffentlichen Dem\u00fctigung von sog. Rassesch\u00e4ndern in verschiedenen deutschen Archiven<\/li>\n<li>Miriam Yegane Arani M.A .(Berlin): Fotografien aus dem besetzten Warschau 1939-42. Skizze zu den Entstehungszusammenh\u00e4ngen der<br \/>\nfotografischen Quellen und zu einigen wichtigen Bildthemen im Vergleich<\/li>\n<li>Dr. Danuta Jackiewicz (Warschau): Polnische Bildb\u00e4nde der Nachkriegszeit \u00fcber die nationalsozialistische Besatzungszeit 1939-45<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Dr. Bernd Boll (Freiburg):Zur \u00dcberlieferung von deutschen Amateurfotografien aus dem Zweiten Weltkrieg<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"background-color: var(--color_content_background); color: var(--color_content_text); font-family: var(--typography_fonts_text);\">Der einleitende Vortrag von Bernd Boll widmete sich den Problemen der \u00dcberlieferung von deutschen Amateurfotografien aus dem Zweiten Weltkrieg. Da das Fotografieren in den 1930er Jahren eine beliebte Freizeitbesch\u00e4ftigung vor allem junger M\u00e4nner war, sch\u00e4tzt man, dass der Anteil der kamerabesitzenden Wehrmachtssoldaten \u00fcber 10 % lag. Unter ihnen entwickelte sich eine Jagd nach Fotos als Zeitdokument und Troph\u00e4e und informelle Strukturen zur Verbreitung von Fotos innerhalb der Truppe. Ein Teil der Fotoaufnahmen, welche die Soldaten gew\u00f6hnlich in der Brieftasche bei trugen, gelangte nach ihrer Gefangennahme oder ihrem Tod in die H\u00e4nde der Alliierten und wurden nach Kriegsende als Beweismaterial bei der Strafverfolgung benutzt. Private Fotos der zur\u00fcckgekehrten Wehrmachtssoldaten wurden nach dem Krieg \u00fcblicherweise zu Hause aufbewahrt; Inzwischen d\u00fcrften sie zu einem gro\u00dfen Teil in den M\u00fcll geworfen worden, in Auktionsh\u00e4user, auf die Flohm\u00e4rkte oder in private Sammlungen gelangt sein. Nur in Einzelf\u00e4llen \u00fcbergaben Erben die fotografischen Hinterlassenschaften an Archive.<\/span><\/p>\n<p>Innerhalb der Archive werden die privaten Fotografien nicht nach dem Provenienzprinzip inventarisiert, sondern zum Teil nach Provenienz, nach Sachthemen, Personen, geographischen Gebieten oder chronologischen Ordnungsprinzipien aufbewahrt. Aufgrund des chaotischen \u00dcberlieferungskontinuums sind die Entstehungs- und \u00dcberlieferungsgeschichten der in den \u00f6ffentlichen Einrichtungen verwahrten privaten Fotografien aus dem Zweiten Weltkrieg oftmals nicht leicht zu bestimmen. Mehrfachabz\u00fcge, Reproduktionen (darunter seitenverkehrte Abz\u00fcge und verkleinerte Bildausschnitte), nachtr\u00e4gliche Beschriftungen und falsche Zuordnungen erschweren zus\u00e4tzlich eine korrekte Einordnung durch Archivare und wissenschaftliche Nutzer.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.fotogeschichte.info\/8586.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\nVer\u00f6ffentlichung: Bernd Boll, Das Adlerauge des Soldaten. Zur Fotopraxis deutscher Amateure im Zweiten Weltkrieg, Fotogeschichte, Heft 85\/86, 2002, S. 75-87<\/a><\/p>\n<p><strong>Dr. Elisabeth Klamper (Wien): Fotografische Quellen im Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstands (D\u00d6W). Zur Sammlungsgeschichte und den Angriffen auf fotografische Quellen aus dem Archiv im Zusammenhang mit der \u201cWehrmachtsausstellung\u201d<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"background-color: var(--color_content_background); color: var(--color_content_text); font-family: var(--typography_fonts_text);\">Elisabeth Klamper vom <\/span><a style=\"font-family: var(--typography_fonts_text);\" href=\"http:\/\/www.doew.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dokumentationsarchiv des \u00d6sterreichischen Widerstands (D\u00d6W)<\/a><span style=\"background-color: var(--color_content_background); color: var(--color_content_text); font-family: var(--typography_fonts_text);\"> referierte \u00fcber die Problematik der fotografischen Quellen im D\u00d6W. Das Archiv verf\u00fcgt \u00fcber 40 000 Fotos, die nach und nach digitalisiert werden und Nutzern zur Verf\u00fcgung stehen. Erst nach den Diskussionen um die Fotos der \u201dWehrmachtsausstellung\u201d, von welchen ein Teil aus den Best\u00e4nden des D\u00d6W stammte, begannen innerhalb des Archivs Diskussionen \u00fcber den Umgang mit Fotos als historische Quellen. Bis dahin waren Fotografien ausschlie\u00dflich als Illustration verwendet worden; nach der Entstehungs- und \u00dcberlieferungsgeschichte der Bildquellen wurde nicht gefragt. Die Fotografien wurden oftmals anonym im Archiv abgegeben und nicht angemessen archivalisch erschlossen. In vielen F\u00e4llen l\u00e4sst sich nicht mehr feststellen, wann und wie einzelne Fotos in das Archiv gelangt sind. F\u00fcr eine sachlich korrekte Inventarisierung und Bearbeitung der fotografischen Quellen fehlt es an Personal; eine spezielle Ausbildung zum Umgang mit Fotos besitzen die Mitarbeiter des Archivs nicht.<\/span><\/p>\n<p>http:\/\/www.dp-ag.org\/wp-content\/uploads\/2007\/09\/fotodoew.gif<br \/>\nSS-Morde in der UdSSR. <span style=\"color: #ff0000;\">Bild fehlt.<\/span><\/p>\n<p><em>Foto eines unbekannten Fotografen, \u201cSS-Morde in der UdSSR\u201d (ehemalige Beschriftung D\u00d6W), Silbergelantineabzug 8,5 : 6 cm. D\u00d6W Fotosammlung Inv.Nr. 3035a.<\/em><\/p>\n<p>Eines der umstrittenen Fotos aus dem D\u00d6W, welches in der Ausstellung \u201cVernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944\u2033 zu sehen war. Im Zusammenhang der Kontroversen um die Ausstellung wurde behauptet, es handele sich auch bei diesem Foto um eine F\u00e4lschung. Dies konnte durch den Vergleich mit weiteren Aufnahmen von dieser Exekution, welche sich in Hamburg, Berlin und Warschau befinden, widerlegt werden: Es handelt sich um die Aufnahme aus dem damals deutsch besetzten Polen und zeigt die Opfer einer am 11.11.1939 von deutschen Polizeikr\u00e4ften in Lodz (\u201dLitzmannstadt\u201d) \u00f6ffentlich durchgef\u00fchrten Erh\u00e4ngung am 9.11.1939 (Datierung nach Hanno Loewy (Red.), \u201cUnser einziger Weg ist Arbeit\u201d. Das Getto in Lodz 1940-1944. Ausstellungsatalog des J\u00fcdischen Museums Frankfurt am Main. Wien 1990, S. 148 und 277).<br \/>\nAusf\u00fchrlicher: Miriam Y. Arani, \u201cUnd an den Fotos entz\u00fcndete sich die Kritik\u201d. Die \u201cWehrmachtsausstellung\u201d, ihre Kritiker und die Neukonzeption. Ein Beitrag aus fotohistorisch-quellenkritischer Sicht. Fotogeschichte Heft 85\/86 (2002),S. 105-112. (<a href=\"http:\/\/%20www.doew.at\/thema\/fotoge.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">im Internet als PDF-Datei<\/a>)<\/p>\n<p><strong>Dr. Piotr Swiatek (K\u00f6ln): Zur \u00dcberpr\u00fcfung der Authentizit\u00e4t von Fotografien mit modernen Bildverarbeitungsmethoden.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"background-color: var(--color_content_background); color: var(--color_content_text); font-family: var(--typography_fonts_text);\">Dr. Piotr Swiatek von <\/span><a style=\"font-family: var(--typography_fonts_text);\" href=\"http:\/\/www.dgph.de\/dgph\/wiss_technik\/index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Photographie, Sektion Wissenschaft und Technik<\/a><span style=\"background-color: var(--color_content_background); color: var(--color_content_text); font-family: var(--typography_fonts_text);\"> stellte neue Methoden zur \u00dcberpr\u00fcfung der Authentizit\u00e4t von Fotografien mit modernen Bildbearbeitungsmethoden vor. G\u00fcnstig f\u00fcr den Bearbeitungszeitraum Zweiter Weltkrieg sei im Unterschied zu den Bildern des digitalen Zeitalters die Tatsache, dass \u00fcberwiegend ungef\u00e4lschte Bildquellen auf einem materiellen Tr\u00e4ger vorhanden sind. Generell ist es mit modernen Bildbearbeitungsmethoden nur m\u00f6glich, eine F\u00e4lschung nachzuweisen, nicht aber die Authentizit\u00e4t einer Fotografie. Gew\u00f6hnliche Scanner mit 2400 dpi erm\u00f6glichen heutzutage eine Detailwiedergabe, die zur Bildanalyse ausreichend sind. So erm\u00f6gliche die Fourieranalyse es festzustellen, ob zwei Fotos mit durchaus unterschiedlichen Ansichten zur gleichen Charge geh\u00f6ren oder nicht. Dies kann bei der historischen Einordnung von Fotos von Nutzen sein, da oftmals Unsicherheiten \u00fcber die Zusammengeh\u00f6rigkeit von fotografischen Aufnahmen bestehen. Ferner existieren Verfahren zur Suche nach einzelnen Motiven, die zur schnelleren Sichtung und Sortierung von Fotomaterial eingesetzt werden k\u00f6nnen. Wasserzeichen k\u00f6nnen Fotografien im Internet vor einer unerlaubten Printweiterverarbeitung sch\u00fctzen, nicht aber vor einer weitergehenden Nutzung des Fotos im Netz.<\/span><\/p>\n<p>Eine Zusammenfassung des Vortrags von Dr. Piotr Swiatek ist im Internet als <a href=\"http:\/\/www.kowi.de\/international\/moel\/events\/03-05-17_berlin\/ps_berlin_1.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">PDF-Datei<\/a> abrufbar.<\/p>\n<p><strong>Klaus Hesse (Berlin): Fotografien der \u00f6ffentlichen Dem\u00fctigung von sog. Rassesch\u00e4ndern in verschiedenen deutschen Archiven<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"background-color: var(--color_content_background); color: var(--color_content_text); font-family: var(--typography_fonts_text);\">Klaus Hesse von der <\/span><a style=\"font-family: var(--typography_fonts_text);\" href=\"http:\/\/www.topographie.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stiftung Topographie des Terrors<\/a><span style=\"background-color: var(--color_content_background); color: var(--color_content_text); font-family: var(--typography_fonts_text);\"> besprach in seinem Vortrag Fotografien \u00f6ffentlicher Dem\u00fctigungen von sogenannten \u201dRassesch\u00e4ndern\u201d. Es handelte sich um Fotoaufnahmen, die dokumentieren, wie deutsche Frauen wegen ihrer Liebesverh\u00e4ltnisse mit ausl\u00e4ndischen Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeitern vor allem in den Jahren 1940\/ 41 in \u00f6ffentlichen Machtdemonstrationen der lokalen Partei- und SS-Funktion\u00e4re \u00f6ffentlich gedem\u00fctigt wurden. Die Aufnahmen zeigen an mittelalterliche Rituale erinnernde Spektakel vor den Augen einer lokalen \u00d6ffentlichkeit: den Frauen wurden \u201cvor aller Augen\u201d die Haare geschoren und sie wurden mit Schildern um den Hals durch die Stadt getrieben. Die besprochenen Fotos wurden aus den Best\u00e4nden vieler kleiner lokaler Archive, vor allem in S\u00fcdwestdeutschland, Sachsen und Th\u00fcringen, zusammen getragen und sind bisher nur im lokalen Rahmen ver\u00f6ffentlicht worden. Der Referent lenkte die Aufmerksamkeit insbesondere auf die detaillierte fotografische Protokollierung der Gestik und Mimik des Publikums bei diesen \u00f6ffentlichen Dem\u00fctigungen: Welche Auskunft geben die fotografischen Quellen \u00fcber Zustimmung und Scham der einzelnen Menschen im Publikum? Die pr\u00e4sentierten Fotoaufnahmen dokumentierten sehr unterschiedliche Reaktionen von ausgelassener Freude bis hin zu ernster Anspannung in den Minen des Zuschauer. Zu ber\u00fccksichtigen sei auch, dass nur ein Teil der \u00f6rtlichen Bev\u00f6lkerung solchen \u00f6ffentlichen Dem\u00fctigungen beiwohnte.<\/span><\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlichung: Klaus Hesse, Philipp Springer, Vor aller Augen. Fotodokumente des nationalsozialistischen Terrors in der Provinz. Berlin 2002. S. 117-134.<\/p>\n<p><strong>Miriam Yegane Arani (Berlin): Fotografien aus dem besetzten Warschau 1939-42. Skizze zu den Entstehungszusammenh\u00e4ngen der fotografischen Quellen und zu einigen wichtigen Bildthemen im Vergleich<\/strong><\/p>\n<p>Miriam Arani<span style=\"background-color: var(--color_content_background); color: var(--color_content_text); font-family: var(--typography_fonts_text);\"> skizzierte die unterschiedlichen Entstehungszusammenh\u00e4nge der fotografischen Quellen und verglich einige wichtige Bildthemen des publizierten Bildmaterials. So sollten ab Herbst 1939 die Aufnahmen der Propagandakompanien der deutschen Wehrmacht vor allem bestehende Vorurteile \u00fcber Polen verst\u00e4rken und keine Sympathien f\u00fcr die milit\u00e4risch Angegriffenen wecken (etwa durch das Zeigen von Leiden der Bev\u00f6lkerung). Der Terror gegen die polnische Zivilbev\u00f6lkerung ist \u00fcberwiegend durch Fotoaufnahmen von den damals vor Ort befindlichen deutschen Polizeikr\u00e4ften dokumentiert.. Ein anderes Bild vom besetzten Warschau als die offiziellen deutschen Pressefotografien vermitteln auch die Privataufnahmen deutscher Soldaten. Die kleinen polnischen Fotobetriebe in der Stadt arbeiteten auf Anweisung der deutschen Besatzungsbeh\u00f6rden unmittelbar nach der Besetzung der Stadt weiter und stellten h\u00e4ufig heimlich Zweitabz\u00fcge der von Deutschen abgegebenen Fotos f\u00fcr den polnischen Widerstand her. In der zweiten H\u00e4lfte der Besatzungszeit entstand in Warschau eine systematisch organisierte oppositionelle polnische Dokumentarfotografie. Die Aussageabsichten der verschiedenen Herstellergruppen von Fotoaufnahmen lassen sich besonders deutlich anhand eines Vergleichs ihrer jeweiligen Aufnahmen vom Warschauer Getto unterscheiden. Die Fotos der Propagandakompanie 689 suggerieren ein sicheres und geordnetes Leben der Juden im Getto, sie zeigen w\u00fcrdevolle Beerdigungen auf dem j\u00fcdischen Friedhof und eine dekadente, vergn\u00fcgungss\u00fcchtige Gettoelite, die mit Aufnahmen von Armen und Verelendeten im Getto kontrastiert wird. Die privaten Aufnahmen des deutschen Soldaten Heinrich J\u00f6st dagegen zeigen ein v\u00f6llig anderes Bild von den Verh\u00e4ltnissen im Getto: er protokolliert die gro\u00dfe Armut, die Seltenheit von Wohlstand, Formen der Solidarit\u00e4t unter den Gettobewohnern und einen Friedhof, auf welchem die Toten in gro\u00dfe Massengr\u00e4ber geworfen werden. Seine Themenwahl weist Parallelen auf zu den \u00fcberlieferten Fotografien j\u00fcdischer Urheber, beispielsweise den im Ringelblum-Archiv \u00fcberlieferten anonymen Aufnahmen.<\/span><\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlichung: Miriam Y. Arani, Aus den Augen, aus dem Sinn? Publizierte Fotografien aus dem besetztem Warschau 1939 bis 1945. In: <a href=\"http:\/\/www.fotogeschichte.info\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fotogeschichte<\/a>, Teil 1: Heft 65 (1997), S. 33-58; Teil 2: Heft 66 (1997), S. 33-50.<\/p>\n<p><strong>Dr. Danuta Jackiewicz (Warschau): Polnische Bildb\u00e4nde der Nachkriegszeit \u00fcber die nationalsozialistische Besatzungszeit 1939-45.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"background-color: var(--color_content_background); color: var(--color_content_text); font-family: var(--typography_fonts_text);\">Dr. Danuta Jackiewicz, die <\/span><a style=\"font-family: var(--typography_fonts_text);\" href=\"http:\/\/www.ddg.art.pl\/nm\/team.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leiterin der ikonographischen Sammlungen des Nationalmuseums Warschau<\/a><span style=\"background-color: var(--color_content_background); color: var(--color_content_text); font-family: var(--typography_fonts_text);\"> und Vorstandsmitglied des Vereins der Fotohistoriker beim Kunstinstitut der Polnischen Akademie der Wissenschaften, referierte \u00fcber polnische Bildb\u00e4nde der Nachkriegszeit zum Schicksals Warschaus im Zweiten Weltkrieg. Die in Polen ver\u00f6ffentlichten Bildb\u00e4nde behandelten vier Themen: die gesamte Besatzungszeit, das Warschauer Getto, den Warschauer Aufstand von 1944 und Warschau als Tr\u00fcmmerfeld nach dem Aufstand.<\/span><\/p>\n<p>Zur gesamten Besatzungszeit liefert neben einigen Erscheinungen aus den 1950er Jahren das reichhaltigste Bildmaterial der 1989 in Warschau erschienene Bildband von Stanislaw Kopf \u201cLata Okupacji. Kronika fotograficzna walczacej Warszawy\u201d (Die Jahre der Besatzung. Fotografische Chronik des k\u00e4mpfenden Warschaus). Der Band enth\u00e4lt Fotos aus einschl\u00e4gigen polnischer Einrichtungen und aus Privatsammlungen. Ein gravierender Mangel der Ver\u00f6ffentlichung sind die fehlenden Autorenverweise, obwohl oftmals die Urheber der Fotografien bekannt sind. \u00dcber das Warschauer Ghetto erschien 1963 zum 20. Jahrestag der erste Bildband in Polen, ein weiterer zum 45. Jahrestag 1988. Im Jahr 1997 erschien ein Bildband, der Archivaufnahmen von dem Getto mit aktuellen Fotos dieses Stadtviertels kontrastiert. Zum Warschauer Aufstand von 1944 durften erst nach der politischen \u201dTauwetter\u201d im Jahr 1956 Bildb\u00e4nde erscheinen. Bis dahin war das Thema vollst\u00e4ndig tabuisiert. 1957 erschienen drei illustrierte Titel zum Thema. Die erste Monographie mit Fotos von Jerzy Tomaszewski, der w\u00e4hrend Warschauer Aufstands als Untergrundreporter arbeitete, wurde 1979 ver\u00f6ffentlicht (Jerzy Tomaszewski, Epizody Powstania Warszawskiego. Warszawa 1979). In den 1980er Jahren wurde das Thema durch die Solidarnosc-Bewegung endg\u00fcltig enttabuisiert und weitere Bildb\u00e4nde wurden ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><strong>Anschlie\u00dfende Diskussionen<\/strong><\/p>\n<p>Schon im Anschluss an die einzelnen Vortr\u00e4ge kam es zu zum Teil recht lebhaften Diskussionen. Kritik rief beispielsweise die Aussage hervor, ein Foto allein spr\u00e4che nicht und w\u00fcrde nur durch das Wissen um den Kontext zum Sprechen gebracht. Gerade Fotos von Erschie\u00dfungen, so das Gegenargument, spr\u00e4chen auch ohne das Wissen um den Kontext auf stark emotionalisierende Weise zum Betrachter. Fotos seien immer Kommunikationsangebote, die auf verschiedenen Verstehensebenen funktionieren. In diesem Zusammenhang sei es wichtig, klare Kategorien zu entwickeln, die zwischen der \u201dharten\u201d und \u201dweichen\u201d Information eines Fotos, seiner Konnotation und Denotation unterscheiden und die \u201deye-catcher-Wirkung\u201d mit ber\u00fccksichtigen. Die Diskussion drehte sich auch um die Frage, welche Rolle die Intention des Fotografen bei der Interpretation des Fotos spielt. K\u00f6nnen Propagandafotos aus einem v\u00f6llig anderen Blickwinkel betrachtet, \u201cgegen den Strich gelesen\u201d werden? Res\u00fcmierend kam man zu dem Schluss, dass die Interpretation eines jeden Fotos allein dem Betrachter \u00fcberlassen bleibt. Wichtig f\u00fcr die wissenschaftlich fundierte Beurteilung einer fotografischen Quelle sei aber das Wissen um den jeweiligen Entstehungs- und den Verwendungszusammenhang des Bildes. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass eine zu schnelle und unkritische Einordnung von Fotos h\u00e4ufig bei sogenannten \u201dcommon sense\u201d-Fotos erfolge, Kritikf\u00e4higkeit dagegen meist nur bei den ohnehin strittigen Themen entwickelt w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die Diskussion erstreckte sich auch auf den Umgang der Archive mit Fotosammlungen, den Problemen der wissenschaftlichen NutzerInnen und der speziellen Problematik der deutsch-polnischen Beziehungen. In diesem Zusammenhang wurde auf die Entschlie\u00dfung der Teilnehmer der Konferenz \u201dDas Photo als historische Quelle\u201d des Hamburger Instituts f\u00fcr Sozialforschung im Juni 1999 Bezug genommen, die Empfehlungen an Archive und wissenschaftlichen NutzerInnen zum Umgang mit historisch relevanten Fotos aussprach. Martina Werth-M\u00fchl vom Bundesarchiv Koblenz sagte, die Ziele dieser Entschlie\u00dfung seien so hoch gewesen, dass man sich nie bem\u00fcht h\u00e4tte, sie wirklich in Angriff zu nehmen. Zum Beispiel sei die Forderung nach der Errichtung eines zentralen Nachweissystems, das Informationen \u00fcber Bildbest\u00e4nde in Archiven, Museen und anderen Verwahrstellen ausweist, unrealistisch. In Norwegen gibt es eine zentrale Erfassungsstelle f\u00fcr historische Fotos, der Bildbestand ist wegen der geringen Einwohnerzahl des Landes aber auch entsprechend kleiner. Allein das Bundesarchiv besitzt ca. acht Millionen Fotos, bei welchen eine Einzelbilderfassung nicht zu leisten sei. Kleinere Museen, Archive oder Dokumentationsstellen haben historische Fotografien zum Teil in einer Art und Weise erschlossen, die den damals ausgesprochenen Empfehlungen n\u00e4her kommt.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der wissenschaftlichen Nutzer von Bildquellen stellten die Tagungsteilnehmer fest, dass Historiker trotz vorhandener Methoden zur \u00e4u\u00dferen und inneren Kritik fotografischer Quellen vielfach weder das Interesse aufbringen noch die F\u00e4higkeit besitzen, mit Bildern fachgerecht umzugehen. Audiovisuelles Quellengut spielt im Geschichtsstudium so gut wie keine Rolle. Nur in der Lehrerausbildung, so waren sich viele einig, seien in dieser Hinsicht erste Schritte gewagt worden, da im Schulbereich h\u00e4ufiger visuelle Medien genutzt werden als in den Universit\u00e4ten. Eine Teilnehmerin pl\u00e4dierte daf\u00fcr, die Kenntnisse und Erfahrungen von Museologen st\u00e4rker zu ber\u00fccksichtigen, da sie in ihrer Ausbildung die M\u00f6glichkeit zur Spezialisierung auf Fotoarchivierung erhalten.<\/p>\n<p>Die deutsch-polnischen Kontakte zwischen Historikern und die gegenseitige Nutzung von Archiven ist seit 1989 stark angestiegen. In Polen gibt es keine tabuisierten Best\u00e4nde mehr, auch wenn b\u00fcrokratische Schwierigkeiten bei der Nutzung der Archive auftreten k\u00f6nnen. Die Frage, wie deutsche und polnische Historiker mit ihrem jeweils spezifischen Wissen bei der Dokumentation und Interpretation von historisch relevanten Fotos erg\u00e4nzend zusammenarbeiten k\u00f6nnen, wurde nicht diskutiert. Doch deutete sich auf der Tagung die Entstehung neuer deutsch-polnischer Kooperationen im Hinblick auf Publikationsprojekte an. Auch der Austausch unter den Tagungsteilnehmern \u00fcber technische M\u00f6glichkeiten zur Erfassung von Fotobest\u00e4nden in Datenbanken erwies sich als sehr fruchtbar. So bot die Konferenz neben den inhaltlichen Informationen zu bereits bearbeiteten fotografischen \u00dcberlieferungen und der Wiederholung von schon oft beklagten Unzul\u00e4nglichkeiten im Umgang mit Fotos gerade durch das Gespr\u00e4ch zwischen HistorikerInnen und ArchivarInnen neue Einsichten in die jeweiligen Probleme und realit\u00e4tst\u00fcchtigere Vorstellungen von den jeweiligen M\u00f6glichkeiten. F\u00fcr die Zukunft ist auf die Bearbeitung von weiteren Fotobest\u00e4nden zu hoffen. Auch der Bedarf an einer Bibliographie zum Thema wurde deutlich.<\/p>\n<p><strong>Hinweise f\u00fcr Archivare und wissenschaftliche Nutzer historischer Fotografien<\/strong><\/p>\n<p>Entschlie\u00dfung vom 25. Juni 1999<\/p>\n<p>der Teilnehmer der Konferenz \u201cDas Foto als historische Quelle\u201d des Hamburger Instituts f\u00fcr Sozialforschung vom 23. bis 25. Juni 1999 (Der ungek\u00fcrzte Text ist abgedruckt in: Der Archivar, 52. Jg., Heft 4 (1999), S. 326f. und in: Fotogeschichte, 19. Jg., Heft 74 (1999), S. 74f.)<\/p>\n<p>Ausgew\u00e4hlte Aussagen:<\/p>\n<p>Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz stimmen darin \u00fcberein, \u201cdass historische Fotoaufnahmen in Archiven, Museen und anderen Verwahrstellen vielfach noch immer nicht angemessen betreut und von der wissenschaftlichen Forschung nur unzureichend beachtet werden\u201d. Aufgrund dessen werden folgende Empfehlungen an die Archivarinnen und Archivare sowie Nutzerinnen und Nutzer ausgesprochen:<\/p>\n<p>Bei historischen Fotoaufnahmen sollten dokumentiert werden<\/p>\n<ul>\n<li>die Herkunft,<\/li>\n<li>der Entstehungszusammenhang,<\/li>\n<li>der Fotograf,<\/li>\n<li>die bisherige \u00dcberlieferungsgeschichte,<\/li>\n<li>der heutige Standort.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Von den Archiven sollte die fr\u00fcheste \u00fcberlieferte Fassung eines Bildes, m\u00f6glichst das erste in der Kamera belichtete Negativ aufbewahrt werden. Von den wissenschaftlichen Nutzern sollte auf die fr\u00fcheste \u00dcberlieferungsform eines Bildes zur\u00fcckgegriffen werden.<\/p>\n<p>Bei der Ver\u00f6ffentlichung einer historischen Fotoaufnahme sollte auf die fr\u00fcheste \u00fcberlieferte Fassung verwiesen und zu folgenden Punkten Aussagen gemacht werden:<\/p>\n<ul>\n<li>zum Fotograf,<\/li>\n<li>zur Verwahrstelle und deren Signatur,<\/li>\n<li>zum Ort der Aufnahme,<\/li>\n<li>zum Zeitpunkt der Aufnahme und<\/li>\n<li>zum Entstehungszusammenhang der Aufnahme.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese Aussagen sollten gemacht werden, soweit die entsprechenden Informationen verf\u00fcgbar sind oder mit vertretbarem Aufwand ermittelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Archive und andere aus \u00f6ffentlichen Mitteln gef\u00f6rderte Verwahrstellen sichern historische Aufnahmen als Kulturgut. Diese Sicherungsaufgabe darf nicht durch Kommerzialisierung gef\u00e4hrdet werden.<\/p>\n<p>\u201cF\u00fcr historische Aufnahmen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sollte ein geeignetes Nachweissystem als Modell aufgebaut werden, das Informationen \u00fcber entsprechende Bildbest\u00e4nde in europ\u00e4ischen Archiven, Museen und anderen Verwahrstellen ausweist.\u201d<\/p>\n<p><strong>Literaturhinweise (Auswahl deutsch- und polnischsprachiger Ver\u00f6ffentlichungen)<\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Allgemeine Literatur<\/em><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Omer Bartov, Cornelia Brink, Gerhard Hirschfeld, Friedrich P. Kahlenberg, Manfred Messerschmidt, Reinhard R\u00fcrup, Christian Streit, Hans-Ulrich Thamer, Bericht der Kommission zur \u00dcberpr\u00fcfung der Ausstellung \u201cVernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944\u2033. Hamburg 2000 PDF-Datei (Acrobat Reader erforderlich)<\/li>\n<li>Wolf Buchmann, \u201cWoher kommt das Photo?\u201d Zur Authentizit\u00e4tspr\u00fcfung und Interpretation von historischen Fotoaufnahmen, in: Der Archivar, Heft 4, 1999, S. 296-306.<\/li>\n<li>Diethart Kerbs, Methoden und Probleme der Bildquellenforschung. In: Revolution und Fotografie 1918\/19. Ausstellungskatalog. Berlin 1989. S. 241-262.<\/li>\n<li>Sybil Milton, Argument oder Illustration. Die Bedeutung von Fotodokumenten als Quelle. In: Fotogeschichte, Heft 28, 1988, S. 60-90.<\/li>\n<li>Michael Sauer, Fotografie als historische Quelle. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht Heft 10, Oktober 2002, S. 570-593.<\/li>\n<li>Miriam Yegane Arani, \u201cUnd an den Fotos entz\u00fcndete sich die Kritik\u201d. Die \u201cWehrmachtsausstellung\u201d, deren Kritiker und die Neukonzeption. Ein Beitrag aus fotohistorisch-quellenkritischer Sicht. In: Fotogeschichte, Heft 85\/86, 2002, S. 97-124 PDF-Datei (Acrobat Reader erforderlich)<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><em>Pressefotografie:<\/em><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Diethart Kerbs, Walter Uka, Brigitte Walz-Richter (Hrsg.), Die Gleichschaltung der Bilder. Zur Geschichte der Pressefotografie 1930-36. Berlin 1983<\/li>\n<li>Martin Loiperdinger, Rudolf Herz, Ulrich Pohlmann (Hrsg.), F\u00fchrerbilder. Hitler, Mussolini, Roosevelt, Stalin in Fotografie und Film. M\u00fcnchen 1995.<\/li>\n<li>Ahlrich Meyer (Hrsg.), Der Blick des Besatzers. Propagandaphotographie der Wehrmacht aus Marseille 1942-1944. Bremen 1999.<\/li>\n<li>Winfried Ranke, Fotografische Berichterstattung im Zweiten Weltkrieg. Wann wurde daraus Propaganda? In: Fotogeschichte, Heft 43, S. 61-75.<\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Private Fotografie:<\/strong><\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Diethart Kerbs, Walter Uka, Brigitte Walz-Richter (Hrsg.), Die Gleichschaltung der Bilder. Zur Geschichte der Pressefotografie 1930-36. Berlin 1983<\/li>\n<li>Martin Loiperdinger, Rudolf Herz, Ulrich Pohlmann (Hrsg.), F\u00fchrerbilder. Hitler, Mussolini, Roosevelt, Stalin in Fotografie und Film. M\u00fcnchen 1995.<\/li>\n<li>Ahlrich Meyer (Hrsg.), Der Blick des Besatzers. Propagandaphotographie der Wehrmacht aus Marseille 1942-1944. Bremen 1999.<\/li>\n<li>Winfried Ranke, Fotografische Berichterstattung im Zweiten Weltkrieg. Wann wurde daraus Propaganda? In: Fotogeschichte, Heft 43, S. 61-75.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong><em>Publizierte Fotografien aus dem 1939-1945 deutsch besetzten Polen:<\/em><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Bernd Boll, Das Adlerauge des Soldaten. Zur Fotopraxis deutscher Amateure im Zweiten Weltkrieg, In: Fotogeschichte, Heft 85\/86; 2002, S.75-87.<\/li>\n<li>Peter Jahn, Ulrike Schmiegelt (Hrsg.), Foto-Feldpost. Geknipste Kriegserlebnisse 1939-1945. Ausstellungskatalog. Berlin 2000.<\/li>\n<li>Reinhard R\u00fcrup, Foto-Feldpost. Geknipste Kriegserlebnisse 1939-1945. Er\u00f6ffnungsrede zur Ausstellungser\u00f6ffnung im Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst vom 30. M\u00e4rz 2000. In: WerkstattGeschichte, Heft 26, 2000. S. 71-78.<\/li>\n<li>Timm Starl, Knipser. Die Bildgeschichte der privaten Fotografie in Deutschland und \u00d6sterreich von 1880 bis 1980. Ausstellungskatalog. M\u00fcnchen 1995.<\/li>\n<li>Publizierte Fotografien aus dem 1939-1945 deutsch besetzten Polen:<\/li>\n<li>Florian Freund, Bertrand Perz, Karl Stuhlpfarrer, Farbdias aus dem Ghetto Lodz. In: Zeitgeschichte 18 (1990\/91), S. 271-303<\/li>\n<li>Joe J. Heydecker, Das Warschauer Getto. Foto-Dokumente eines deutschen Soldaten aus dem Jahr 1941. M\u00fcnchen 1983.<\/li>\n<li>W\u0142adys\u0142aw Jewsiewicki, Powstanie warszawskie 1944 okiem polskiej kamery. Warszawa 1989.<\/li>\n<li>J\u00fcdisches Historisches Institut Warschau (Hrsg.), Faschismus &#8211; Getto &#8211; Massenmord. Dokumentation \u00fcber Ausrottung und Widerstand der Juden in Polen w\u00e4hrend des zweiten Weltkriegs. Berlin (DDR) 1960 [2. Auflage: 1961]<\/li>\n<li>Friedrich Katzmann, Rozwi\u0105zanie kwestii \u017cydowskiej w dystrykcie Galicja &#8211; L\u00f6sung der Judenfrage im Distrikt Galizien. Warszawa: Instytut Pami\u0119ci Narodowej 2001.<\/li>\n<li>Ulrich Keller (Hrsg.), Fotografien aus dem Warschauer Getto. Berlin 1987.<\/li>\n<li>Stanis\u0142aw Kopf, Zwi\u0105zek Polskich Artyst\u00f3w Fotografik\u00f3w (Hrsg.), Z kamer\u0105 w powsta\u0144czej Warszawie &#8211; 1944. Warszawa 1994.<\/li>\n<li>19.9.41. Dzie\u0144 w getcie warszawskim. Instytut Pami\u0119ci Narodowej i Yad Vashem 1992.<\/li>\n<li>\u201cUnser einziger Weg ist Arbeit\u201d. Das Getto in Lodz 1940-1944. Redaktion Hanno Loewy und Gerhard Schoenberner. Ausstellungskatalog. Wien 1990.<\/li>\n<li>Warszawa w fotografii dr. Hansa-Joachima Gerke &#8211; Warschau 1940-1941 in: Fotos von Dr. Hans-Joachim Gerke. Wyb\u00f3r i opracowanie zdj\u0119c &#8211; Auswahl und Bearbeitung der Fotos: Danuta Jackiewicz, Eugeniusz Cezary Kr\u00f3l. Warszawa 1996.<\/li>\n<li>Andrzej Wirth (Hrsg.), \u201cEs gibt keinen j\u00fcdischen Wohnbezirk in Warschau mehr\u201d [sog. Stroop-Bericht]. Neuwied 1960.<\/li>\n<li>Ute Wrocklage, Fotografie und Holocaust. Annotierte Bibliographie. Frankfurt am Main 1998.<\/li>\n<li>Miriam Yegane Arani, Aus den Augen, aus dem Sinn? Publizierte Fotografien aus dem besetztem Warschau 1939 bis 1945 Teil 1, Fotogeschichte, H. 65, S. 33-58; Teil 2, Fotogeschichte, H. 66, S. 33-50.<\/li>\n<li>Wac\u0142aw \u017bd\u017carski, Historia fotografii warszawskiej. Warszawa 1974.<\/li>\n<li>\u017bydowski Instytut Historyczny i Muzeum Wi\u0119zienia Pawiak (Hrsg.), Getto warszawskie 1940-1942. Zdj\u0119cia wykonane przez ludno\u015b\u0107 \u017cydowsk\u0105. Warszawa 1996.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"entry-summary\">\nIn Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Zentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften haben wir eine Tagung zum Thema \u201cFotografien als historische&hellip;\n<\/div>\n<div class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/propagandaundwiderstand.de\/dpag\/17-18-mai-2003-fotografien-als-historische-quellen-zu-den-deutsch-polnischen-beziehungen-1939-1945\/\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> &ldquo;17.-18. 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